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AG ÖPNV

„Beschreibung“

Kommunal wie auch auf Landesebene wird der Öffentliche Nahverkehr, werden Bus und Bahn unzureichend ausgebaut. In der AG ÖPNV kämpfen wir für ein landesweit gültiges NRW-Ticket für alle Jugendlichen unter 18, Azubis, Freiwilligendienstleistenden und Dual- Studierenden. Wir wollen, dass der ÖPNV für ALLE Jugendlichen bezahlbar und attraktiv ist.

Dafür braucht es auch einen massiven Ausbau der Netze, bessere Barrierefreiheit und mehr Digitalisierung. Der ÖPNV soll das praktischste Verkehrsmittel werden - nur so kann das Land NRW auch einen Beitrag gegen die fortschreitende Klimakrise leisten. Für unser Ziel haben wir bereits eine Umfrage gestartet und erhoben, welche Verbesserungsbedarfe die Jugendlichen aus NRW bei Bus und Bahn sehen. Außerdem haben wir bereits Projektpartner*innen in Verbänden und Gewerkschaften gefunden. In unserer AG wirst Du auch die Möglichkeit haben, ab und an in direktem Kontakt mit der Landesregierung und dem Verkehrsminister zu stehen und an kreativen Kampagnen mit Aktionen auf Social Media und - in Kooperation mit den Jugendgremien aus NRW - auch vor Ort teilzuhaben. Schließe dich unserer AG an, damit der ÖPNV endlich jugendgerecht ausgebaut wird und mehr Menschen umweltfreundlich von A nach B kommen

Umfrageprojekt

Im Mai 2019 haben wir die Kampagne „Bus und Bahn – was läuft (nicht)?“ gestartet.

Gemeinsam mit dem Landesjugendring NRW haben wir eine Umfrage erstellt, um herauszufinden, welche Veränderungen es braucht, damit Jugendliche den ÖPNV dauerhaft als bevorzugtes Verkehrsmittel nutzen und nicht länger auf motorisierten Individualverkehr angewiesen sind (Auto, gefahren werden etc.)

„Zugfahrt“ mit dem Landesjugendring

Zum Auftakt der Umfrage haben wir bei der „Zugfahrt“ des Landesjugendrings am 07.07.2019 teilgenommen. Bewaffnet mit einem Glücksrad und nachhaltig produzierten Gadgets haben wir fleißig Werbung für die Kampagne Bus und Bahn – was läuft (nicht)? gemacht.

Weiter unten könnt ihr euch hierzu Fotos ansehen!

Viel Unzufriedenheit mit der Qualität von Bus und Bahn

Insgesamt haben wir mit einem Onlinefragebogen 2197 Jugendliche im Alter von 12 bis 26 Jahren befragt. 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie unzufrieden bis sehr unzufrieden zur Qualität des ÖPNV eingestellt sind. Weitere 40 Prozent befanden ihn als mittelmäßig. Lediglich 17 Prozent äußerten sich mit den aktuellen Zuständen zufrieden.

Zu hohe Preise: Wunsch nach günstigem NRW-Ticket

Bei den Preisen für Tickets sind die Rahmenbedingungen für verschiedene Nutzergruppen sehr unterschiedlich. Während Studierende in der Regel über ein vergleichsweise günstiges NRW-Ticket verfügen, sind andere Gruppen wie Schüler*innen oder Auszubildende offensichtlich noch benachteiligt. Einig sind sich Jugendliche, dass es für alle günstigere Tickets geben sollte. Den Vorschlag des KiJuRat NRW, ein NRW-weites Monatstickets für maximal einen Euro pro Tag (365 Euro im Jahr), gültig für alle Schüler*innen, Auszubildenen, Freiwilligendienstleistenden, Dual-Studierenden und Jugendlichen unter 18 Jahren einzuführen, unterstützen 98 Prozent der Befragten. Als Begründung nannten diese unter Anderem, dass sich die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung deutlich verbessern würden und sich so besser der Kontakt zu Familie und Freunden in anderen Städten halten ließe. 70 Prozent würden den ÖPNV laut der Befragung auch als Hauptverkehrsmittel nutzen, wenn es ein solches Ticket gäbe.

Auch das beste Ticket hilft nichts bei schlechter Infrastruktur

Rund 20 Prozent gaben zu bedenken, dass sie das Ticket alleine noch nicht ausreichend vom ÖPNV überzeugen könnte und sich noch weitere Rahmenbedingungen ändern müssten. Etwa zwei Drittel der Befragten wünschen sich engere Taktungen von Bussen und Bahnen, um ihre Ziele schneller zu erreichen. 54 Prozent bemängeln außerdem die Überfüllung von Bussen und Bahnen. Weitere Bedarfe seien digitale Ticketangebote, bessere Barrierefreiheit und bessere Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme.

Klares Bekenntnis der Jugendlichen zu umweltfreundlicher Mobilität

Auch das Thema Umweltschutz fand beachtlichen Anklang bei der Umfrage: 82 Prozent der Befragten sehen Umweltfreundlichkeit als wichtigen Faktor bei der Frage, wie die Mobilität der Zukunft gestaltet sein sollte. 66,9 Prozent sprechen sich generell dafür aus, dass die Mobilität der Zukunft öffentlich organisiert ist (Individualverkehr verdrängt).

Landesregierung nun im Zugzwang

Die Ergebnisse seiner Umfrage stellte der Kinder- und Jugendrat NRW am 20.11.2019 auf der Mobilitätskonferenz des Landesjugendrings im Beisein einiger Landespolitiker*innen vor.

„Wir sehen die Landesregierung in ordentlichem Zugzwang, ihre Bemühungen für eine ökologisch und sozial absolut notwendige Verkehrswende zu steigern“, betont Anna Liedtke.

„Es kann nicht sein, dass junge Leute in ihrer Mobilität derart durch den Unwillen der Politik benachteiligt werden“, erklärt Finn Grimsehl-Schmitz. „Sie sind eben die Gruppe, die sich

kein Auto leisten können bzw. es fahren dürfen. Darüber hinaus sind sie scheinbar schlauer als ältere Generationen - wie die im Landtag - und wissen, dass der stetige Ausbau des motorisierte Individualverkehrs Politik von vorgestern ist“.

Übergabe der Umfrageergebnisse

Forderungen

8 Forderungen für einen jugendgerechten ÖPNV

Die Ergebnisse unserer Umfrage im Rahmen von Bus und Bahn – was läuft (nicht)? sprechen eine klare Sprache. Wir haben versucht, aus den Ergebnissen die zentralen Forderungen abzuleiten. Wir verstehen Eure Wünsche und Bedürfnisse als einen Auftrag, etwas zu verändern – darum mussten wir uns keine Forderungen mehr „ausdenken“ sondern wollen uns für Eure Forderungen für einen besseren und gerechteren ÖPNV einsetzen.

Forderung #1: FAIRE PREISE

NRW-weites Ticket für maximal 1€ pro Tag alle Freiwilligendienstleistenden, Auszubildenden, Dual-Studierenden und Jugendlichen unter 18 Jahren. Für einen ÖPNV den sich ALLE Jugendlichen leisten können.

 

Forderung #2: ENGERE TAKTUNGEN 

Busse und Bahnen sollen häufiger und zuverlässiger fahren, dafür braucht es einen Ausbau der Netze – auch in ländlichen Räumen.

 

Forderung #3: NACHTEXPRESSE  

Wir brauchen mehr Nachtbusse und -züge.

 

Forderung #4: MEHR SICHERHEIT 

Wir wollen uns an Bahnhöfen und Haltestellen wohl und sicher fühlen. Wir haben keinen Bock auf sexuelle Übergriffigkeiten!

 

Forderung #5: KLIMASCHUTZ 

Für die Weiterentwicklung umweltfreundlicher Antriebsformen.

 

Forderung #6: BARRIEREFREIHEIT

Barrierefreiheit an allen Bahnhöfen, Haltestellen und in Fahrzeugen.

 

Forderung #7: BESSERE VERNETZUNG

Stärkung des Umweltverbunds. Mehr Geld für die (digitale) Vernetzung von Verkehrsmitteln. Umstieg von Bus, Bahn und Rad erleichtern.

 

Forderung #8: SAUBER, MODERN, DIGTAL!

Für eine moderne Infrastruktur und saubere Bahnhöfe. Freies WLAN überall durch flächendeckenden Netzausbau.